März Neumond im Widder – Mit partieller Sonnenfinsternis
Am 29. März 2025 um 11:47 Uhr entfaltet der Neumond im Zeichen Widder eine intensive Kraft, die von einer partiellen Sonnenfinsternis begleitet wird. Diese besondere Konstellation wirkt wie ein kosmischer Sturm, der alte Strukturen hinwegfegt und Platz für einen machtvollen Neubeginn schafft. Widder, als Pionier des Tierkreises, trägt die rohe Energie des Anfangs, das ungebändigte Feuer, das uns aufruft, mutig voranzuschreiten. Doch eine Sonnenfinsternis verleiht diesem Neumond eine tiefere, karmische Dimension. Sie zieht uns in die Stille, hält uns den Spiegel der Vergangenheit vor und öffnet das Tor zu einer Reinigung, die weit über den gegenwärtigen Moment hinausreicht.
Während das Licht für einen kurzen Augenblick schwindet, stehen wir an einer Schwelle, an der wir alte Lasten ablegen können. Es ist ein Zeitpunkt, an dem sich das Geflecht vergangener Entscheidungen, Gedanken und Verstrickungen lockert, sodass sich unser Schicksal neu weben kann. Die Vergangenheit hält nicht mehr mit eiserner Hand an uns fest – wenn wir bereit sind, loszulassen. Diese Finsternis lädt dazu ein, die Schatten der alten Geschichten zu durchqueren, uns von Mustern zu lösen, die längst ihren Zweck erfüllt haben, und uns mit gestärktem Herzen der Zukunft zuzuwenden.
Ritual zum Neumond im Widder:
Um die transformierende Kraft dieses Moments zu nutzen, beginnen wir mit einem Ritual der Reinigung und Wiedergeburt. Finde einen stillen Ort und stelle eine Kerze vor dich – das einzige Licht in dieser dunklen Stunde, das deine innere Essenz repräsentiert. Neben dir steht ein Gefäß mit Wasser, das alles aufnehmen wird, was du loslassen möchtest. Schließe die Augen, atme tief ein und spüre die feurige Energie des Widders, die in dir lodert. Nimm das Wasser sanft in deine Hände, flüstere ihm alles zu, was du bereit bist loszulassen: alte Zweifel, überholte Muster, Ängste, die dich noch zurückhalten. Spüre, wie es all diese alten Energien in sich aufnimmt. Lass das Wasser langsam durch deine Finger rinnen und stelle dir vor, wie all das Schwere von dir abfließt, gereinigt von der Kraft der Finsternis.
Dann beginnt die Bewegungsmeditation der Feuerwelle. Dein Körper wird nun zum Ausdruck des Wandels. Zuerst bewegst du dich langsam, als würdest du dich aus einer alten Hülle herauslösen. Sanfte kreisende Bewegungen symbolisieren die Spirale der Veränderung, die dich umgibt. Dann spürst du, wie das Feuer in dir aufsteigt. Schüttle deine Arme, deine Hände, deine Schultern, werde schneller, wilder, lass alles von dir abfallen. Befreie dich von dem, was dich noch zurückhält. Lass deinen Atem tief und frei fließen, gib dich dem Moment hin. Wenn du spürst, dass du genug losgelassen hast, werde langsamer, atme tief ein und richte dich auf. Strecke deine Arme weit nach oben, öffne dein Herz, als würdest du mit neu gewachsenen Flügeln den Himmel berühren. Bleibe für einige Momente in dieser Aufrichtung und spüre die Klarheit und Kraft, die nun in dir strömt.
Nun trittst du zur Flamme. Dein Blick ruht auf dem Licht, das dein neues Sein repräsentiert. Spüre, wie die Wärme dich durchströmt und wie du mit jedem Atemzug mehr von diesem Licht in dich aufnimmst. Stell dir vor, wie du mit diesem Feuer neu geboren wirst, wie es dich von innen heraus stärkt. Flüstere die Worte: „Ich steige auf, neu geboren im Licht meiner eigenen Wahrheit.“
Lass dieses Licht noch einen Moment in dir wirken, lausche, welche Bilder oder Botschaften aus der Stille auftauchen. Vielleicht spürst du eine neue Klarheit, eine Vision, die dich ruft, oder einfach die tiefe Ruhe des Neubeginns. Wenn du möchtest, kannst du diese Erfahrung in einem Tagebuch festhalten oder einfach in deinem Herzen bewahren. Lösche die Kerze mit einem Gefühl der Dankbarkeit und nimm die neue Energie mit in deinen weiteren Weg. Dieses Ritual hilft dir, das Alte nicht nur loszulassen, sondern es bewusst durch die Kraft deines eigenen Feuers zu transformieren. So kannst du mit Mut, Klarheit und Leichtigkeit in den nächsten Abschnitt deines Lebens eintreten. Dieses Ritual hilft dir, dich aus den alten Fäden des Karmas zu lösen und mit Klarheit und Entschlossenheit den neuen Pfad zu betreten. Die Zeit ist gekommen – dein Licht ist stärker als jeder Schatten.
Licht in dunkelster Nacht
Das Alte muss sterben, bevor etwas Neues entstehen kann,
denke mir das so oft schon und frag mich wann?
Wann habe ich endlich das Alte zu Grabe getragen,
scheint es steht immer wieder auf mit tiefsitzenden Fragen.
Dieses Gefühl, den Weg immer wieder gehen zu müssen,
dabei einen Lichtschein, eine Aussicht auf ein Ende zu vermissen.
Ist, als stünde ich im dunkelsten Teil der Nacht,
kurz vor dem Ziel, kurz bevor der neue Morgen erwacht.
Genau da, wo es am unerreichbarsten erscheint,
ich auf dem Weg viel zu viele Tränen hab geweint,
es aussichtslos erscheint, weil das Alte so sehr klammert,
in mir alles schreit und nach Aufgeben jammert.
Der Hoffnungsschimmer im Herzen, das einzige bleibt,
der es ermöglicht, vorwärts zu gehen und mich antreibt,
mich niemals geschlagen zu geben und wieder aufzustehen,
erst dann kann ich auch am Horizont den Lichtstrahl sehen.
In diesem Moment spüre ich ganz tief in mir die Schwelle,
die keine Sicherheit verspricht und mein Mut wird die Quelle,
spüre ich in mir Wachstum zur wahren Größe,
und das ist nur möglich, wenn ich auch zeig meine Blöße.
So scheint es jetzt auch die passende Zeit,
mach die Anhaftungen und Verletzungen bereit,
übergebe alles dem Wasser und wasche mich rein,
fühl ich kann so auch bereit für die Heilung sein.
Heilung wirkt dann auf unerwarteten Wegen,
kommt als Gnade und kann sich auf die Wunden legen,
die lang vergessen in der Tiefe noch immer sind offen,
ein unterschwelliger Schmerz, ohne auf Besserung zu hoffen.
Und ich erkenne, dass es gibt dafür die richtige Zeit,
hat der Schmerz ausgedient und das System macht sich bereit,
diese Heilung auch zu begrüßen und zuzulassen,
geht dann so einfach, kann ich es fast nicht fassen.
Meistere ich den Weg durch die Nacht nur mit Vertrauen,
kann mit tiefem Glauben in Hingabe aufs Leben bauen.
Das Eingeständnis eben ohne Wissen, ohne Sicherheit zu sein,
in Demut den unzerbrechlichen Teil erkennen, der ist immer rein.
Der unberührt ist von jedem Leid, dass mich fast bricht,
blickt mir darin mein tiefstes Wesen direkt ins Gesicht,
und ich erkenne das alles, was gerade so heftig an mir zerrt,
nur dazu dient die Schale zu knacken, die den Zutritt verwehrt.
Weiß, dass die Prüfungen des Lebens gerade viel verlangen,
ich unter all dem Druck bin ganz neu hervorgegangen,
dass egal welche Prüfungen das Leben auch stellt,
der unverletzbare Teil in mir den starken Gegenpol hält.
© Iris Kurz März 2025