Februar Neumond im Wassermann – Wachstum, Vertrauen und das Licht aus dem Schatten
Am 17. Februar ist der Neumond im Zeichen des Wassermann, begleitet von einer Sonnenfinsternis, die bei uns in Europa zwar nicht sichtbar ist, deren Wirkung jedoch auf feinstofflicher Ebene spürbar bleibt. Die Zone der ringförmigen Verfinsterung ist klein und auf die Ostantarktis und die angrenzenden Meeresgebiete beschränkt. Sonnenfinsternisse wirken wie Tore – sie lenken den Blick nach innen, decken verborgene Themen auf und eröffnen neue Möglichkeiten für Entwicklung und Neubeginn.
Die Energie des Wassermanns lädt dich ein, dich aus alten Begrenzungen zu lösen und den Mut zu finden, deinen eigenen Weg zu gehen. Sie stärkt die Fähigkeit, klar zu sehen, neue Perspektiven einzunehmen und deiner inneren Wahrheit zu vertrauen. Es ist eine Zeit, in der Erkenntnisse oft plötzlich auftauchen und in der du spüren kannst, dass Wachstum nicht immer laut geschieht, sondern oft still im Inneren beginnt. Dieser Neumond erinnert daran, dass Licht nicht nur aus Leichtigkeit entsteht. Oft ist es gerade der Schatten, der uns unsere größte Kraft zeigt. Alles, was du durchlebt hast, alles, was dich herausgefordert oder geformt hat, ist Teil deiner Stärke geworden. Jetzt ist eine gute Zeit, diese Kraft bewusst anzunehmen und ihr zu vertrauen. Die kommenden Tage stehen im Zeichen eines inneren Erwachens. Es geht weniger um Reinigung oder Loslassen, sondern mehr um Erkenntnis, um das bewusste Annehmen deiner Fähigkeiten und um den Mut, dein Licht klarer in die Welt zu bringen. Wachstum bedeutet nicht, jemand anderes zu werden – sondern immer mehr der Mensch zu sein, der du in Wahrheit bist.
Meditation zum eigenen Wachstum und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten
Beginne, indem du einen ruhigen Ort wählst, an dem du ungestört bist. Zünde, wenn du möchtest, eine weiße oder silberne Kerze an – als Symbol für Klarheit und Bewusstsein. Setze dich bequem hin, schließe die Augen und atme einige Male tief ein und aus. Spüre, wie sich dein Atem beruhigt und dein Körper weicher wird. Stelle dir nun vor, dass du in einem weiten, stillen Raum stehst. Um dich herum ist Dämmerlicht – nicht dunkel, aber gedämpft, wie kurz vor dem Morgengrauen. Dieser Raum symbolisiert deinen inneren Schatten, all das, was vielleicht noch unentdeckt oder ungezeigt ist. Lass dir Zeit, diesen Raum wahrzunehmen. Vielleicht zeigen sich Erinnerungen, Gefühle oder Bilder. Betrachte sie ruhig und ohne Bewertung. Nichts davon ist gegen dich – alles gehört zu dir und hat dich geformt.
Nun stelle dir vor, dass in deiner Brust ein kleines Licht zu leuchten beginnt. Anfangs ist es nur ein sanfter Schimmer, doch mit jedem Atemzug wird es heller. Dieses Licht ist deine Kraft, deine Fähigkeiten, dein inneres Wissen. Spüre, wie dieses Licht wächst und den Raum um dich herum erhellt. Was vorher im Schatten lag, wird sichtbar – nicht bedrohlich, sondern verständlich. Du erkennst, dass auch deine Herausforderungen Teil deines Weges waren und dass gerade sie deine Stärke genährt haben. Vielleicht möchtest du dir innerlich sagen:
Ich vertraue mir.
Ich vertraue meinem Weg.
Meine Kraft wächst mit jedem Schritt.
Bleibe noch einige Minuten in diesem Gefühl und nimm wahr, wie sich Vertrauen und Ruhe in dir ausbreiten. Wenn du bereit bist, öffne langsam die Augen.
Integration
Nach der Meditation kannst du ein paar Gedanken aufschreiben:
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Was habe ich über mich erkannt?
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Welche Fähigkeit in mir möchte wachsen?
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Woran darf ich mehr glauben – in mir selbst?
Diese Zeit lädt dich ein, dein Licht bewusster zu leben und darauf zu vertrauen, dass dein Weg sich Schritt für Schritt entfaltet. Nicht alles muss sofort klar sein. Wachstum geschieht oft leise – aber es geschieht.
Kleines Ritual zur Verankerung der Kraft aus dem Schatten
Nach deiner Meditation oder in einem ruhigen Moment am Abend kannst du dieses einfache Ritual durchführen. Wähle eine Kerze – am besten in einer Farbe, die für dich Stärke und Bewusstsein symbolisiert, zum Beispiel weiß, silber oder dunkelblau. Stelle sie an einen Platz, an dem sie in den kommenden Tagen sicher stehen kann. Setze dich einen Moment still davor und lege beide Hände vor dein Herz. Denke an eine Erfahrung, eine Eigenschaft oder einen inneren Anteil, den du lange eher im Schatten gesehen hast – etwas, das vielleicht schwierig war, dich aber wachsen ließ. Erkenne, dass genau darin auch deine Kraft liegt. Zünde nun die Kerze an und sprich – laut oder in Gedanken:
Aus dem Schatten wächst mein Licht.
Was mich geformt hat, stärkt mich.
Meine Kraft ist in mir verwurzelt und darf wirken.
Bleibe noch einige Atemzüge in der Stille und stelle dir vor, dass das Licht der Kerze sich mit deinem inneren Licht verbindet. Spüre, wie sich Vertrauen in dir ausbreitet. Lass die Kerze nun jeden Abend für einige Minuten brennen und verbinde dich bewusst mit diesem Gefühl von Stärke und innerer Klarheit. Bis zum Vollmond darf sie Stück für Stück herunterbrennen – als Zeichen dafür, dass deine Kraft sich nach und nach im Alltag verankert. Am Vollmond kannst du den letzten Rest der Kerze bewusst abbrennen lassen und dir noch einmal vor Augen führen, was sich in dieser Zeit in dir bewegt oder geklärt hat. Bedanke dich bei dir selbst für deinen Mut, hinzusehen und zu wachsen.

Zauberkraft erwacht
In mir erwacht eine ganz neue Kraft,
entsteht ein Raum der viel Platz für ganz Neues schafft.
Spüre ich auch die alten Geschichten,
kann ich sehen, wie sich die Schleier allmählich lichten.
Wo gestern noch Schmerz und Verzweiflung war,
ist heute ein neuer Leitfaden ganz klar.
Es wird noch ein bisschen Arbeit nötig sein,
dafür sage ich der Ablenkung jetzt ganz klar nein.
Frei und mit neuer Kraft erwacht in mir,
der Wunsch, mein ganzes Seins zu spüren im Hier.
Verabschiede dafür die Vergangenheit in Dankbarkeit
und mach mich für eine ganz einen ganz neuen Weg bereit.
Und auch wenn der Neuanfang noch ängstlich ist,
habe ich meinen wahren Kern zu leben zu lange vermisst,
sag noch mal Danke für die tolle Zeit
damit verblasst auch das Negatives soweit.
Nehme ich aus dem gemeinsamen Jahren das Beste mit,
verpasse den Verstrickungen nun sanft einen Tritt.
Bitte in Klarheit all die Illusionen zu gehen
kann damit die Erwartung, die Hoffnung sich auflösen sehen.
Mache den Boden so für neues Wachstum bereit,
ohne die alten Blaupausen wird die Schöpferkraft weit,
wird das Neue nun zu einem Abenteuer,
voller Freude und Mut erfind ich mich neuer.
So liegt dem Ganzen ein Zauber inne,
eine Magie, mit der ich mich selbst gewinne,
legt sich die Angst in mir langsam und macht
nun endlich Raum meinem Wesen in all seiner Pracht.
© Iris Kurz Februar 2025
