März-Neumond in den Fischen – Übergang zwischen den Welten
Am 19. März 2026 um 04:24 Uhr befindet sich der Neumond im Zeichen der Fische. Diese lunare Schwelle trägt eine besondere Kraft in sich: Sie ist nicht nur ein Eintauchen in die Tiefe, sondern ein bewusstes Verabschieden dessen, was dich bisher geprägt hat – und ein stilles Öffnen für eine neue Wahrnehmung deiner selbst und der Welt.
Die Energie der Fische lädt dich ein, die gewohnten Grenzen deiner Identität weicher werden zu lassen. Alte Geschichten, emotionale Prägungen und innere Bilder dürfen sich zeigen – nicht, um dich festzuhalten, sondern um erkannt und entlassen zu werden. Dieser Neumond wirkt wie ein Übergangsraum zwischen zwei Wirklichkeiten: der, die du hinter dir lässt, und der, die erst beginnt, durch dich Form anzunehmen.
Dabei geht es weniger um aktives Tun als um ein tiefes Geschehenlassen. Die Sensibilität dieser Zeit verstärkt deine Intuition und öffnet Zugänge zu inneren Bildern, Träumen und leisen Wahrheiten. Was sich zeigt, ist oft nicht klar benennbar – und genau darin liegt seine Kraft. Du bist eingeladen, dich dem Fluss anzuvertrauen und auch das Unklare als Teil deiner Wandlung zu akzeptieren.
Gleichzeitig wirkt dieser Neumond wie ein Abschluss. Mehrere planetare Einflüsse bündeln sich in den Fischen und verstärken das Gefühl, dass ein innerer Zyklus zu Ende geht. Vielleicht spürst du eine tiefe Sehnsucht, eine feine Melancholie oder das Bedürfnis, dich zurückzuziehen. Das ist kein Stillstand – es ist ein Übergang. Etwas in dir löst sich aus alten Strukturen, um Platz für eine neue Ausrichtung zu schaffen.
Die kommenden Tage tragen die Qualität einer inneren Reinigung. Auf emotionaler, mentaler und energetischer Ebene darf sich ordnen, was lange im Verborgenen gewirkt hat. Du musst diesen Prozess nicht kontrollieren. Es reicht, ihn bewusst wahrzunehmen und dir selbst mit Ehrlichkeit zu begegnen.
Dieser Neumond erinnert dich daran: Loslassen ist kein Verlust – es ist ein bewusster Akt der Neuausrichtung.
Ritual zum Neumond in den Fischen – Übergang bewusst gestalten
Wähle für dein Ritual einen Ort, an dem du dich sicher und getragen fühlst. Wenn möglich, arbeite mit zwei bewusst gestalteten Bereichen oder Altären:
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Ein Platz für das Alte (Vergangenheit)
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Ein Platz für das Neue (Zukunft)
Die Mitte zwischen ihnen ist dein Übergang – deine Gegenwart. Zünde eine Kerze, oder wenn es für dich stimmiger ist zwei Kerzen an und beginne mit einer kurzen Schüttelübung, um deinen Körper zu aktivieren und alte Spannungen zu lösen. Lass alles los, was sich festhält – Gedanken, Emotionen, Erwartungen.
Setze dich anschließend an den Platz der Vergangenheit. Schließe die Augen und spüre:
Welche innere Geschichte, welche Sicht auf dich selbst oder die Welt ist bereit, sich zu vollenden?
Schreibe intuitiv – im Sinne des Hellschreibens – alles auf, was sich zeigen möchte. Lass deine Hand führen, ohne zu bewerten. Wenn du spürst, dass der Prozess vollständig ist, nimm das Geschriebene bewusst in die Hand. Sprich (leise oder innerlich):
Ich erkenne dich. Ich danke dir. Und ich lasse dich jetzt gehen.
Dann gibst du das Papier in eine feuerfeste Schale und verbrennst es achtsam. Spüre, wie sich die alte Wahrnehmung löst.
Nun wende dich dem Platz der Zukunft zu.
Stehe für einen Moment in der Mitte – zwischen den Welten. Atme tief ein und aus. Spüre diesen Übergang ganz bewusst: Du bist weder das Alte noch vollständig das Neue – du bist der Wandel selbst.
Setze dich dann zum Platz der Zukunft. Frage dich:
Welche Qualität möchte durch mich neu entstehen? Wie fühlt sich meine nächste Version an – jenseits alter Begrenzungen?
Schreibe erneut intuitiv oder formuliere ein klares inneres Bild. Diesmal geht es nicht um konkrete Ziele, sondern um eine neue innere Haltung, ein neues Sein. Als symbolische Handlung kannst du deine Worte mit ein paar Samenkörnern in ein Töpfchen mit Erde geben oder das Papier falten und es an einen besonderen Ort legen, an dem es dich in den kommenden Tagen begleiten kann.
Zum Abschluss setze dich in die Mitte (Gegenwart) und spüre: Alles ist bereits in Bewegung.
Abschluss des Vergangenheits-Altars (am Neumondabend)
Nimm dir dann noch einmal bewusst Zeit für deinen Altar der Vergangenheit. Trete innerlich in Kontakt mit allem, was du dort abgelegt hast. Würdige es – ohne Analyse, ohne erneutes Eintauchen. Es geht nicht mehr darum zu verstehen, sondern abzuschließen. Wenn du für die Vergangenheit eine eigene Kerze entzündet hast, kannst du sie nun bewusst ganz herunterbrennen lassen – als Zeichen dafür, dass dieser Zyklus vollständig ausklingen darf.
Sprich (laut oder innerlich): Ich habe gesehen, was war. Ich habe angenommen, was ist. Und ich entscheide mich, weiterzugehen.
Räume den Altar anschließend auf. Entferne bewusst alle Gegenstände oder transformiere sie (z. B. zurück in die Natur geben, reinigen, neu verwenden). Dieser Schritt ist wichtig: Du beendest nicht nur symbolisch – du verkörperst den Abschluss.
Ab diesem Moment richtet sich deine Aufmerksamkeit klar nach vorne. Der Zukunftsaltar bleibt bestehen – und wird in den kommenden Tagen mehr und mehr zu deinem Anker in der Gegenwart.
Reflexionsfragen für die Tage nach dem Neumond
Richte deinen Fokus nun ausschließlich auf das, was entstehen will. Nimm dir täglich einen Moment am Zukunftsaltar und schreibe oder spüre in die Fragen hinein:
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Welche neue innere Haltung beginnt sich gerade in mir zu formen – auch wenn sie noch leise ist?
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Woran erkenne ich im Alltag, dass ich nicht mehr aus meiner alten Wahrnehmung heraus handle?
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Welche Entscheidung würde mein „neues Selbst“ heute treffen – und bin ich bereit, sie jetzt schon zu leben?
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Was fühlt sich ungewohnt, vielleicht sogar unsicher an – und könnte genau deshalb der nächste richtige Schritt sein?
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Wie kann ich heute konkret verkörpern, was ich mir innerlich bereits erlaube zu werden?
Ausrichtung
Halte es einfach: Du musst nichts erzwingen. Aber du solltest konsequent beobachten. Der Zukunftsaltar ist kein Wunschraum – er ist ein Trainingsfeld für deine neue Realität. Je klarer du dich dort ausrichtest, desto schneller beginnt sich deine Wahrnehmung zu verschieben. Und genau darin liegt die eigentliche Kraft dieses Neumondes: Nicht im Loslassen allein, sondern in deiner Bereitschaft, jetzt schon anders zu sein.

Licht in dunkelster Nacht
Das Alte muss sterben, bevor etwas Neues entstehen kann,
denke mir das so oft schon und frag mich wann?
Wann habe ich endlich das Alte zu Grabe getragen,
scheint es steht immer wieder auf mit tief sitzenden Fragen.
Dieses Gefühl, den Weg immer wieder gehen zu müssen,
dabei einen Lichtschein, eine Aussicht auf ein Ende zu vermissen.
Ist, als stünde ich im dunkelsten Teil der Nacht,
kurz vor dem Ziel, kurz bevor der neue Morgen erwacht.
Genau da, wo es am unerreichbarsten erscheint,
ich auf dem Weg viel zu viele Tränen hab geweint,
es aussichtslos erscheint, weil das Alte so sehr klammert,
in mir alles schreit und nach Aufgeben jammert.
Der Hoffnungsschimmer im Herzen, das einzige bleibt,
der es ermöglicht, vorwärts zu gehen und mich antreibt,
mich niemals geschlagen zu geben und wieder aufzustehen,
erst dann kann ich auch am Horizont den Lichtstrahl sehen.
In diesem Moment spüre ich ganz tief in mir die Schwelle,
die keine Sicherheit verspricht und mein Mut wird die Quelle,
spüre ich in mir Wachstum zur wahren Größe,
und das ist nur möglich, wenn ich auch zeig meine Blöße.
So scheint es jetzt auch die passende Zeit,
mach die Anhaftungen und Verletzungen bereit,
übergebe alles dem Wasser und wasche mich rein,
fühl ich kann so auch bereit für die Heilung sein.
Heilung wirkt dann auf unerwarteten Wegen,
kommt als Gnade und kann sich auf die Wunden legen,
die lang vergessen in der Tiefe noch immer sind offen,
ein unterschwelliger Schmerz, ohne auf Besserung zu hoffen.
Und ich erkenne dass es gibt dafür die richtige Zeit,
hat der Schmerz ausgedient und das System macht sich bereit,
diese Heilung auch zu begrüßen und zuzulassen,
geht dann so einfach, kann ich es fast nicht fassen.
Meistere ich den Weg durch die Nacht nur mit Vertrauen,
kann mit tiefem Glauben in Hingabe aufs Leben bauen.
Das Eingeständnis eben ohne Wissen, ohne Sicherheit zu sein,
in Demut den unzerbrechlichen Teil erkennen, der ist immer rein.
Der unberührt ist von jedem Leid, dass mich fast bricht,
blickt mir darin, mein tiefstes Wesen direkt ins Gesicht,
und ich erkenne das alles, was gerade so heftig an mir zerrt,
nur dazu dient die Schale zu knacken, die den Zutritt verwehrt.
Weiß, dass die Prüfungen des Lebens gerade viel verlangen,
unter all dem Druck bin ich ganz neu hervorgegangen,
dieser Teil in mir, der niemals von außen zu brechen ist,
diese Stärke in mir, die sich immer auch daran misst,
welche Prüfungen das Leben immer neu an mich stellt,
und dem Druck, der Verletzung einen Gegenpol hält.
© Iris Kurz März 2025
